Mittwoch, 13. April 2011

Ausblühungen und Kalkauslaugungen

An der Oberfläche von Mauerwerk oder Putz können Verfärbungen auftreten, die auf sichtbare Ablagerung meist weißer Substanzen zurückzuführen sind. Diese Ablagerungen werden als Ausblühungen bezeichnet. Die so genannten Salzausblühungen (Salpeterausblühungen) sind in der heutigen Zeit eher selten zu finden. Es wird zwischen verschiedenen Erscheinungsformen von Verfärbungen unterschieden. Neben Ausblühungen, die auf bleibend wasserlösliche Verbindungen (allgemeiner Begriff „wasserlösliche Salze") zurückgehen, gibt es Verfärbungen, die zwar nach dem gleichen Prinzip entstehen, aber an der Oberfläche schnell wasserunlöslich werden. Sie werden als Kalkauslaugungen (Ausschwemmungen von Kalk häufig an Neubauten) und Kalkaussinterungen, die durch Lösung kalkhaltiger Anteile auf der Bauteiloberfläche entstehen, bezeichnet und oft mit den Ausblühungen verwechselt. Kalkauslaugungen und Kalkaussinterungen gehen nach ihrer Entstehung gleichermaßen in Kalziumkarbonat über, können aber in den physikalischen und chemischen Ursachen unterschieden werden. Allen genannten Arten von Verfärbungen ist gemeinsam, dass sie nur durch Wassereinwirkung entstehen und das sie, je höher und länger die Feuchteeinwirkung ist, umso stärker und dauerhafter in Erscheinung treten.

Während die leichtlöslichen ausblühfähigen Stoffe überwiegend aus verunreinigenden Beimengungen der Rohstoffe von Bindemitteln, Zuschlagstoffen und Mauersteinen entstammen und meistens als Schwefelverbindungen in unterschiedlicher Menge vorkommen, haben Ausschwemmungen ihren Ausgangspunkt fast immer im Hauptbestandteil aller Mörtelverbindungen, dem Kalziumhydroxid. Während Luftkalk mehr als 90 % Kalziumhydroxid enthält, beträgt der Anteil im Portlandzement immer noch mehr als 60 %. Es sind somit in allen üblichen Mörteln Kalkhydratanteile in ausreichenden Mengen enthalten, die bei einem Durchfließen der Mörtelfugen ausgeschwemmt werden können. Geringere Anteile von Gips (Kalziumsulfat) und Alkalisilikat als schwer lösliche Stoffe können unter bestimmten Bedingungen ebenfalls mit ausgeschwemmt werden. Sie erschweren dann im Schadensfall die Identifizierung und wegen ihrer Schwerlöslichkeit auch die Beseitigung der Verunreinigungen.

Kommentare:

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